Gleich an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden waren die Wettkämpferinnen des Delmenhorster Turnerbundes (DTB) im Einsatz – mit einer Bilanz die sich sehen lassen kann: 7. Platz auf dem größten internationalen Turnier im Norden, den Kodokan Open für Landeskadermitglied Malin Hildebrandt am 12.2. in Norderstedt und die Woche darauf ein 3. Platz bei der Regionalmeisterschaft in Oyten. Santana Voß führte die Erfolgsbilanz fort: 1. Platz bei der Regionalmeisterschaft und den Pokal für die beste Technikerin.
Die Kodokan Open sind seit Jahren das größte internationale Turnier im Norden und für die Nachwuchstalente aus Delmenhorst deswegen so interessant, weil durch die Teilnehmerzahl in vollbesetzen Gewichtsklassen mit starker internationaler Konkurrenz gekämpft wird. So durfte Hildebrandt in der mit 13 Starterinnen besetzten Gewichtsklasse U 18 weiblich bis 63 kg gegen Gegnerinnen aus Schweden, Slowenien, Niederlande, Dänemark und Österreich antreten. Ihr 7. Platz zeigt, dass sie sich langsam aber beständig weiter nach oben kämpft und sich von Saison zu Saison verbessert.
Für Voß startete die neue Wettkampfsaison erkältungsbedingt erst eine Woche später bei der Regionalmeisterschaft in Oyten am 19.02.2017.
Die Regionalmeisterschaft Nord ist aus der Zusammenlegung der Bezirke Weser-Ems und Lüneburg entstanden. Wie auch in den Vorjahren waren leider wieder einige Klassen nur mit wenigen Kämpfern besetzt. In den Klassen von Voß und Hildebrandt waren aber genügend Gegnerinnen, so dass beide wichtige Erfolge und Erfahrungen für sich mitnehmen konnten.
Santana Voß dominierte ihre Gewichtsklasse U 15 weiblich bis 36 kg von der ersten Sekunde an und gewann trotz Erkältung ihre beiden Kämpfe vorzeitig durch technische Überlegenheit. Zusätzlich überzeugte sie die Kampfrichter von ihrer technischen Vielfalt, sauberen und präzisen Kampfweise, dass sie am Ende des Wettkampftages den Pokal für die beste Technikerin verliehen bekam. Dieser Pokal ist gerade im Nachwuchsbereich ein doppeltes Lob für die Sportler und Trainer. Vielfalt und saubere Techniken gerade in jungen Jahren zu erlernen und umsetzen zu können, legt eine wichtige Basis für die Entwicklung der Sportler.
Malin Hildebrandt startete trotz Erkältung motiviert und energisch in den Wettkampf. Ihre Gewichtsklasse U 18 weiblich bis 63 war mit 5 Kämpferinnen gut besetzt. Trotz einer Verletzung im ersten Kampf gegen Kampen vom Holter SV, entschied sich Hildebrandt die nächsten Kämpfe ebenfalls anzutreten. Gegen Hristova (Cuxhaven) und Schmidt (Nordholz) konnte sie trotzdem deutliche Siege erringen. Den Kampf gegen Brötje aus Oldenburg musste sie jedoch wegen 2 Straften, die von den Kampfrichtern sehr früh gegeben wurden, abgeben und musste sich so mit dem 3. Platz zufrieden geben. Viele Strafen der Kampfrichter wurden auf der Regionalmeisterschaft für Schlag- und Tritttechniken sehr früh gegeben. International wird härter gekämpft als bei den lokalen Turnieren, deswegen ist es für die jungen Kadersportler nicht immer leicht, die Wertungen zu verstehen. „Gerade aber bei den lokalen Nachwuchsturnieren sind umsichtige Kampfrichter zum Schutz der Jugend auch eine Bereicherung. Deswegen akzeptieren wir lieber eine Strafe mehr, denn auch unsere jüngeren Kämpfer werden so besser an das Wettkampfgeschehen herangeführt“, erklärt Wettkampftrainerin Birthe Schmidt die Sichtweise des DTB.

01_Malin Hildebrandt 1 Kodokan Open